CL: Fenerbahçe kämpft um die Play-Offs

tl_files/Fussball Tuerkei/theme/FT AAAA/wappen_fenerbahce.pngSchon im zweiten Pflichtspiel ist für den türkischen Vizemeister das erste Saisonziel in Gefahr. Gegen den FC Vaslui muss eine Leistungssteigerung her, um die nächste Runde in der Champions League-Qualifikation zu erreichen. Doch auch bei Fenerbahçes Gegner ist man vorsichtig.

Kritik an Vorbereitung

Mit großem Selbstbewusstsein und als Favorit ist Fenerbahçe in das Hinspiel gegen den rumänischen Vizemeister gegangen. Doch das bittere 1:1 zeigte dem Team von Aykut Kocaman die Grenzen auf. Nach der Partie wurde im Umfeld des Clubs leise Kritik an der Vorbereitung geübt. Denn offensichtlich war das Team im Gegensatz zu Vaslui nicht auf den Punkt topfit und eingespielt. Die Türken sind gestern nach Rumänien gereist und wurden dort bereits am Flughafen von einer Gruppe Fans begrüßt. Das Abschlusstraining fand am Abend im Ceahlul-Stadion statt. Das Aufgebot von Kocaman umfasst insgesamt 20 Spieler.

Das Aufgebot im Überblick:

Volkan Demirel, Serkan Kırıntılı, Mert Günok, Gökhan Gönül, Orhan Şam, Bekir İrtegün, Egemen Korkmaz, Hasan Ali Kaldırım, Serdar Kesimal, Alex de Souza, Dirk Kuyt, Cristian Baroni, Mehmet Topal, Miroslav Stoch, Mehmet Topuz, Selçuk Şahin, Caner Erkin, Semih Şentürk, Moussa Sow, Recep Niyaz

Veränderungen in der Startelf

Auf der Pressekonferenz äußerte sich Aykut Kocaman, der noch keines seiner sechs Europapokalspiele als Trainer gewonnen hat. Der 47-Jährige erwartet ein noch schwierigeres Spiel als in der Türkei. Die Rumänen haben dank des Auswärtsspiels die bessere Ausgangslage und können die Türken kommen lassen. Dennoch glaubt Kocaman an einen Erfolg und das Weiterkommen. Angesichts der Leistungen im Hinspiel deute Kocaman Veränderungen in der Startelf an.

Baroni optimistisch

Auch Cristian Baroni stellte sich den Fragen der Presse. Der Brasilianer glaubt, dass man nun den Gegner besser analysiert habe und die Stärken und Schwächen kenne. Dennoch rechnet auch er mit einem schwierigen Match gegen das gut organisierte Team von Vaslui.

Vaslui bleibt vorsichtig

Der FC Vaslui will das Remis in der Türkei nicht überbewerten. Trainer Marius Șumudică betonte, dass man noch „nichts erreicht“ habe und nun nicht abheben dürfe. Dazu gibt es in Vaslui aber auch jeden Grund. Der Verein wurde erst vor zehn Jahren gegründet und spielt seit 2005 erstklassig. Die Vizemeisterschaft in der vergangenen Spielzeit kam zwar nicht völlig überraschend, dennoch herrscht im Umfeld große Euphorie. Der bisher größte internationale Erfolg war 2011/12 das Erreichen der Gruppenphase in der Europa League. Nun aber träumt man tatsächlich von der Königsklasse. Am Wochenende holte sich Vaslui allerdings eine 0:3-Pleite gegen den CFR 1907 Cluj ab. Für den vorsichtigen Trainer  Marius Șumudică war die Niederlage ein Grund mehr, auf dem Teppich zu bleiben "Jeder begeistert sich für Vaslui, aber wir müssen ruhig bleiben." Und: „"Was haben wir denn schon erreicht? Nichts! Wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben", so Șumudică. Spielmacher Lucian Sănmărtean klang da deutlich selbstbewusster: "Im Vergleich zum Hinspiel wird es ein komplett anderes Spiel. Ich bin mir sicher, dass sie uns nicht mehr unterschätzen werden. Wir werden angreifen und weiterkommen. Nach dem Hinspiel haben wir einen kleinen Vorteil und daraus müssen wir das Beste machen". Allerdings warnt Sănmărteans auch vor taktischen Spielchen. „Wenn wir auf 0:0 spielen, werden wir ausscheiden.“ Bisher hat Vaslui übrigens noch kein Heimspiel verloren. Dabei waren dort auch schon Größen wie Sporting Lissabon und Lazio Rom zu Gast. Die Kanarienvögel sollten also vorgewarnt sein.

Die Europapokal-Bilanz von Fenerbahçe

Heute Abend wird Fenerbahçe zum 170. Spiel im Europapokal antreten. Bisher sammelten die Kanarien 57 Siege, 31 Unentschieden und 81 Niederlagen. Das Torverhältnis beträgt 209 zu 271. Im UEFA-Cup gab es in 54 Spielen 18 Siege und 26 Niederlagen. Im Nachfolgewettbewerb Europa League gab es in bislang 14 Partien sieben Siege und nur drei Niederlagen (Torverhältnis: 21:12). Im früheren Landesmeisterpokal trat Fenerbahçe insgesamt 33 Mal an und ging nur neunmal als Sieger vom Platz. Dagegen stehen insgesamt 20 Pleiten (Torverhältnis: 30:70). In der Champions League-Qualifikation gab es bisher 19 Matches. Neunmal setzte sich FB durch, viermal der Gegner (Torverhältnis 33:17). In der Champions League-Gruppenphase gab es in 40 Partien erst elf Siege und 23 Niederlagen (Torverhältnis 42:70). Und im nicht mehr ausgespielten Europapokal der Pokalsieger trat Fenerbahçe neunmal an, setze sich dreimal durch und musste fünf Niederlagen hinnehmen (Torverhältnis: 11:11). (td)

 

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08. August 2012

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